Ziele gemeinsam erreichen - statt auf Kosten des anderen...
Wirtschaftsmediation und Coopetition-Coaching durch ausgebildeten Anwaltsmediator mit M.B.A. in International Business Management & Consulting
Wie geht das? – Das Verfahren der MediationDie Mediation ist ein strukturierter Kommunikationsprozess, der sich in die folgenden aufeinander aufbauenden Phasen untergliedern lässt (Darstellung nach DDr. Hoesl):
Die Phasen I bis III dienen dabei hauptsächlich der Klärung von Informationen und der Schaffung einer Basis für ein tieferes gegenseitiges Verständnis.
Eine Gestaltung von gemeinsamen Lösungen findet in den Phasen IV bis VI statt. Die Abschnitte I und VI stellen als Vereinbarungsphasen einen „rechtlichen Rahmen“ für den Prozess dar. Die Abschnitte im Einzelnen:
Phase I - Vorbereitung, Einführung, Erklärung, Vereinbarung
Zunächst stellt der Mediator den Konfliktparteien das Verfahren sowie dessen Vorteile vor und erläutert seine eigene Rolle. Er schafft eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre, die es den Beteiligten ermöglicht, sich auf den weiteren Prozess einzulassen. Die Parteien treffen in diesem Abschnitt eine Entscheidung über das Verfahren und schließen einen Mediationsvertrag mit Honorarvereinbarung ab, in dem auch das Einverständnis zu den für die Mediation verbindlichen Umgangsformen erfolgt.
Phase II - Informations- und Themensammlung
In dieser Phase befragt der Mediator die Parteien nach ihren Anliegen. Alle Konfliktparteien erhalten gleichermaßen Gelegenheit, ihre jeweilige Sichtweise des Konfliktes zu schildern. Dabei werden alle diejenigen Themen zusammengetragen, welche die Medianten in diesem jeweiligen Fall bearbeiten wollen. Der Mediator stellt dabei sicher, dass das Gesagte vollständig und richtig verstanden werden kann und fasst die Punkte gemeinsam mit den Beteiligten zusammen.
Phase III - Bedürfnis- und Interessenklärung
Diese Phase dient der Findung der hinter dem Konflikt liegenden Interessen, Anliegen, Bedürfnisse, Wünsche und Ziele der Beteiligten.
Der Mediator unterstützt die Medianten durch gezielte Fragen, die Hintergründe ihres Konfliktes verstehen zu lernen. Dabei erfolgt hinsichtlich der zuvor identifizierten Themen eine Zuordnung der ursprünglichen Standpunkte und Meinungen zu den eigentlichen Bedürfnissen.
Phase IV - Kreative Ideensuche, Bildung von Lösungsoptionen
In einem Brainstorming werden in dieser Phase Lösungsmöglichkeiten für die zuvor gefundenen Themen und kollidierenden Bedürfnisse zusammengetragen. Die Aufgabe des Mediators ist es dabei, die Medianten in der Lösungsfindung zu unterstützen, ihren Blick zu weiten und die Kreativität anzuregen. Der Mediator macht dabei keine eigenen Lösungsvorschläge und auch ein Konsens der Parteien hinsichtlich der einzelnen Ideen ist an dieser Stelle nicht erforderlich.
Phase V - Bewertung und Auswahl der Lösungsoptionen
Es folgt unter Anleitung des Mediators eine Auswahl und Bewertung der grundsätzlich denkbaren Lösungen durch die Medianten auf Basis der bisherigen Arbeit. Dann werden realistische Handlungsalternativen gebildet, welche geeignet sind, den ermittelten Bedürfnissen gerecht zu werden. Das Ziel der Auswahl ist eine möglichst konkrete und nachhaltige Win-Win-Lösung für alle Medianten.
Phase VI - Mediationsvereinbarung, Machbarkeitsprüfung, Umsetzung
Am Ende des Verfahrens entwickeln die Medianten gemeinsam mit dem Mediator einen einvernehmlichen Maßnahmenkatalog, den alle Parteien als akzeptabel und erfolgversprechend ansehen und halten diesen in einer schriftlichen Lösungsvereinbarung fest.
Jeder Mediant ist gleichermaßen mitverantwortlich für diese Lösung. Der Mediator ist kein Entscheider oder (Schieds-)Richter, vielmehr entscheiden die Parteien für sich selbst, ob die ermittelten Lösungsmöglichkeiten für sie akzeptabel sind und vereinbaren diese wechselseitig.
Der Mediationsprozess wird im Regelfall durch fachliche externe, auf das jeweilige Thema abgestimmte weitere Beratung (z.B. Steuerberatung, rechtliche Fragen, ggf. notarielle Beurkundung, etc.) ergänzt, welche die Medianten selbst beauftragen. Der Mediator erteilt keine rechtlichen Hinweise, da dies mit der im Verfahren erforderlichen Allparteilichkeit gegenüber allen Medianten nicht vereinbar wäre.
Der Mediator steuert und begleitet das Verfahren der gemeinsamen Lösungsfindung u.a. mit den folgenden Methoden:
- Gewaltfreie Kommunikation
- Empowerment, Befähigung der Konfliktparteien zur Klärung eigener Interessen und Bedürfnisse
- Aktives Zuhören und Paraphrasieren
- Fragetechnik
- Perspektivenwechsel, verständigungsorientierter Diskurs, um neue Handlungsmöglichkeiten zu schaffen
- Framing, Reframing
- Spiegeln
- Ich-Botschaften
- Körpersprache
- Strukturierung, induktives Argumentieren und deduktives Argumentieren
- Themenzentrierte Interaktion
- Transaktionsanalyse und Rollenverhalten
- Gruppendynamik
- Problemlösen
... weiter zu Abgrenzung

Mediation - ein klarer Vorteil
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